Samstag, 27. September 2014

Lost in the garden



***

Heute ist ein herrlich sonniger Tag,
und jetzt habe ich Zeit, um hier gemütlich zu schreiben.

In der vergangenen Woche habe ich jeden Tag im Garten gewühlt, deshalb gibt's heute mal wieder Gartenfotos für Euch.


Ich war sozusagen...




...im Garten verloren gegangen :o)


Das hier ist ein Eckchen auf unserer Terrasse:














Und dort hinten liegt das Gemüsebeet.

Hier steht jetzt nicht mehr viel, bissl Lauch, Sellerie, Kohlrabi und Schnittlauch...















Vor bestimmt 2 Monaten war meine Armbanduhr spurlos verschwunden. Erst suchte ich tagelang selber, dann setzte ich eine Mörderbelohnung aus. 

Die Pünktchen durchkämmten daraufhin gründlich jeden einzelnen der 200qm des Hauses, 

nichts!

Und als ich gestern hier im Gemüsebeet wühlte, da blitzte etwas aus der Erde hervor...





meine Uhr in Stückchen :o(


Bin bissl wehmütig, denn die war perfekt für mein dürres Handgelenk. Daran schaut jede normale Uhr klotzig und doof aus. Und die war zart und fein und klein und überhaupt schön!



Naja, egal, machen wir mal mit dem Garten weiter...






Vor den Stübchenfenstern blüht immernoch der Hibiskus...







Vor dem Wintergarten blühen noch ein paar Rosen und
Herbstanemonen...












Die weißen Herbstanemonen auf der kleinen Terrasse stecken in einem Pflanzkasten und kommen jedes Jahr gerne wieder :o)








"The Fairy"







Astern in rosa, weiß...







...und pink.







Und am Zäunchen vom Gewächshaus blüht noch die Eden Rose.






Dann habe ich Buchshecken geschnitten...









..und zwar viele, viele Meter...







Da dachte ich mir auch so
'Das haste nun davon, dass Du einen romantisch verwunschenen Garten mit buchsgesäumten Beeten haben wolltest, du doofe Nuss'


Aber wenn ich an den Anfang denke,
1000qm Wiese, ein oller Tümpel und eine Kiefer,
dann schneide ich lieber Buchs bis zum Umfallen :o)






Wenn ich einmal die Gummistiefel anhabe und in den Beeten wühle, dann bin ich richtig glücklich. Ich finde es schön, draußen zu arbeiten, es ist alles ruhig, es duftet, und wenn man dann krachkaputt ist, fühlt man sich trotzdem wohl :o)



Zwischendurch mal ausruhen...







und sich mit dem Kaffee in der Hand umschauen...









oder auf der Terrasse ein Käffchen schlürfen...






Naja, fertig bin ich noch nicht,
muss noch die ganze Westseite und vor dem Haus buddeln.

Und danach nehme ich die Herbstdeko vor der Haustür in Angriff :o)





Handarbeiten gibt es heute keine,
ich habe nichts, nix, üüüüberhaupt nichts gestickt, -näht, -häkelt.

Aber ich habe noch ein paar Küchenbilder für Euch.
Denn hier ist etwas sensationelles eingetroffen.

Alle sind schwer begeistert, allen voran der liebe Herr Punkt!

Aber dazu gehört auch eine Vorgeschichte:

Nun, hier herrschte eine Unsitte, dass jedes Kind täglich eine Flasche aus der Speisekammer nahm und ein Glas dazu.

So weit, so gut,

Doch wenn dann vier Flaschen auf dem Tresen standen, wusste keiner mehr, welche seine war,
und aus einer anderen einzuschenken würde ja bedeuten, sich sofort zu vergiften 
("iiiih, da hat der schon draus getrunken!"),

was zur Folge hatte, dass man noch eine Flasche nahm,
für die Freunde und Freundinnen auch noch eine und jeweils Gläser dazu....lufthol....jedenfalls hatte ich hier jeden Abend tausend halbgefüllte Flaschen und Gläser!

Sämtliche Maßnahmen
(jeder bekam einen persönlichen Untersetzer oder
allgemeines Speisekammerverbot oder
allgemeines Trinkverbot)

fruchteten nichts,
nach wie vor sah der Tresen aus, wie verfloddert!

Dann kam der Tag der Tage
und Frau Schlau hatte eine Idee!

Suchte in den Weiten des Netzes und fand, wonach sie suchte,
bestellt, angekommen, heimlich aufgebaut und befüllt,
und alle Familienmitglieder in die Küche gerufen!

Und da stand er:





ein gigantischer Saftspender!

Alle waren schwer begeistert und freuten sich wie die Schneekönige 
(allen voran Herr Punkt, was der damit zu tun hat, weiß ich auch nicht...)



und seit ein paar Tagen stehen hier nur noch vier Gläser :o))

Am ersten Morgen habe ich mich mit Pünktelinchen geprügelt, wer die Sigg-Flaschen für die Schule füllen darf...


So, das war das,
hier nochmal meine Tilda-Äpfelchen auf dem Tisch
(wegen mehrfacher Nachfrage: "Tildas Winterwelt")














Und vorhin hab ich noch ein bissl Apfelmus gekocht:









Im Shop gibt es noch ein paar Notizblöcke,
die ich gebastelt habe:








Die meisten sind schon weg,
aber ein paar Nähmotiv-Blöcke hab ich noch.












finde sie selber so schön









Die Tildas auch :o)






haben sich gleich welche geschnappt!







...und wild losgekritzelt :o)





Heute habe ich nochwas Schnuckeliges eingestellt:





Das sind himmelblaue Metallboxen mit Blümchendeckel und Etiketten.
 Für's Bad oder das Nähzimmer und all den Krimskram, den Frau so braucht :o)




So, Ihr lieben Leserlein,
das war's schon wieder.

Ich wünsche Euch noch ein wunderschönes Wochenende und schicke tausend liebe Grüße


*****************************




Montag, 22. September 2014

Häuschenglück



***

Hallo Ihr lieben Leserlein!

Da treffen wir uns im Herbst also wieder.
Unglaublich, dass die Sommerferien schon vorbei sind. Hier läuft seit einer Woche wieder die Schule, ich ersticke in vierundzwanzigtausend Elternbriefen, muss diese Woche auf 4 Elternabende und habe Schulmaterial mit dem Sattelschlepper rangekarrt :o)

Aber jetzt hat mich der Alltag langsam wieder,
und ich habe mir fest vorgenommen, diese Woche jede freie Minute im Garten zu buddeln, der hat's nötig!


Für Euch habe ich wieder viele Handarbeitsbilderchen,
habe schon wieder so einiges gestickt, -näht, -strichen...

Der letzte Stand war ja mein gestreiftes Häkelprojekt, gell?
Das hatte ich mit im Urlaub (zum Glück waren wir ein paar Wochen im heißen Sommer am Meer, hier sind die Ferien nämlich komplett ins Wasser gefallen)


Es sollte eine Decke werden, einfach bunt gestreift, aus Baumwollgarn und halben Stäbchen.

Ich häkelte also im Urlaub Reihe um Reihe,
doch jedesmal, wenn ich fragte, meinten die Pünktchen:
"Nein, das ist noch zu klein für eine Decke!"

Doch endlich war es dann soweit,
und alle meinten einstimmig, dass das jetzt eindeutig eine Decke sei.
Also die Häkelnadel in hohem Bogen ins Meer geschmissen und den einen einzigen Faden vernäht :o)
(Frau Schlau hat jede neue Farbe gleich mit eingehäkelt...)







Da ist sie nun, das gute Stück.









Als wir wieder im kalten Bayern waren,
wurde gemeckert, dass Freddy friert...






Also häkelte ich noch einen Freddy-Poncho :o)


Was hat mich eigentlich zu dieser Decke getrieben?
Mich, die nie nie nie mehr eine Decke häkeln wollte?







Mein Bademantel!
Den ich eines Tages sehr intensiv betrachtete und die Farben so schön fand, dass ich plötzlich dachte
'Genau so eine Decke will ich haben!'

Von Kopf bis Fuß ein Streifenhörnchen :o)






In den Ferien sind wir auch oft im hiesigen Maislabyrinth mit Riesen-Spielplatz gewesen. Treue Pünktchenglück-Leser erinnern sich noch, dass ich dort nicht nur stundenlang rumsitzen kann, sondern immer eine Handarbeit mitnehme. 








So habe ich diese Rose dort gestickt...







...daheim vernäht und chillig im Wintergarten vor mich hin gequiltet...










...um am Ende ein hübsches Deckchen in den Händen zu halten :o)
(Die Vorlage ist wieder aus meiner Näh-Bibel "Tildas Haus")








Ich mag diese Deckchen einfach,
nicht zum Bekleckern mit Teller drauf,
sondern zur Deko auf dem Tisch.










Dann waren wir noch ein paar mal im Maislabyrinth...






















Dieses Bild ist ein Geschenk geworden,
doch weil ich es so schön fand,
habe ich es nochmal für mich gestickt :o)









Ja, und mit Sticken geht's gleich weiter.
Wer mich kennt, weiß, dass ich Häuschenmotive so liebe.
Da habe ich mir eines Tages ein kleines Stückchen Wollfilz geschnappt und einfach drauflos gestickt:







Ich dachte dabei an mein Elternhaus,
weiße Sprossenfenster mit grünen Läden...







...eine weiße Haustüre und ein blühender Vorgarten...







Links oben war mein Kinderzimmer :o)


Ich kann es an Fenstergriffe oder Kommodenschlüssel hängen...







...aber eigentlich ist es mein Eierbecherwärmer.


Jedenfalls hat es mir so Spaß gemacht, dass ich mir kurz drauf rosa Wollfilz schnappte und weiterstickte:







Dieses mal dachte ich an Malvines Häuschen.
Es bekam runde Fenster und eine rosenumrankte Haustüre:







Und weil ich nun gar nicht mehr aufhören konnte,
bzw. weil aller guten Dinge...genau...
bzw. weil ich doch noch den grünen Wollfilz hatte...






...stickte ich weiter!










Das grüne Häuschen bekam Bogenfenster mit himbeerfarbenen Läden...














...eine Küchentüre mit flatternden Vorhängen,
und ich dachte an unseren Staketenzaun, an dem rosa Phlox und Malven wachsen.








Da ist das grüne Häuschen...







...hier sind sie alle drei zusammen...







...und hier ist der Beweis, dass ich einen Häuschentick habe :o)





Jetzt kommen wir mal zum Thema "Streichen":
Ich war auch mal wieder auf dem Flohmarkt und fand u.a. dieses irre schöne, weil so ausgefallene Sortierregal:







Während des Streichens überlegte ich mir,
was ich darin wohl sortieren könnte?


Und als ich fertig war,
die Farbe getrocknet,
da fiel es mir ein!














Es kam auf meinen Nähtisch und hält nun meine Garne farblich sortiert für mich bereit :o)
Schön gell?




Ja, und so gut ausgestattet, machte ich mich gleich mal ans Nähen!








Ich habe zwei alte Puppenbettchen,
die ich nun mit Bettzeug ausstattete.







Hier seht Ihr auf einen Blick,
was ich einrichtungstechnisch so mag:

Echt gealterte Möbel und dazu die zarten Muster der Tilda-Stoffe.








Meine Tilda schüttelt gleich die neuen Betten auf :o)








Eines verschenke ich an eine liebe Blogfreundin,
die schon verzweifelt ein Bett für ihre Hasendame sucht :o)











Als ich so im Nährausch war,
da musste das kleine Fräulein Maus auch unbedingt ein neues Kleid haben!





Sie zog lauter Stoffe hervor,
kramte ihr Nadelkissen raus...






...und ratterte drauflos :o)












So, Ihr lieben Leserlein,
das war wieder ganz schön viel, gell?

Nun seid ganz lieb gegrüßt vom Tildalein...






und Eurer





************************